Der ATEMbasis Atemcheck
Wie arbeitet dein Atem wirklich?
Schlaf, Energie, Belastbarkeit und Regeneration beschäftigen viele von uns fast täglich.
Der Atem dagegen läuft meist einfach im Hintergrund mit.
👉 Genau deshalb lohnt es sich, ihn einmal genauer anzuschauen.
Der kostenlose ATEMbasis Atemcheck hilft dir dabei, erste Hinweise auf dein aktuelles Atemmuster zu erhalten und mögliche Anzeichen dysfunktionaler Atmung zu erkennen.
Teil 1 Reflexionsfragen
Nimm dir einen Moment Zeit und beantworte die nachfolgenden Fragen möglichst ehrlich.
Alltag & Nervensystem
- Fühlst du dich innerlich oft angespannt oder unter Strom?
- Fällt es dir schwer, wirklich herunterzufahren?
- Kreisen deine Gedanken häufig weiter, obwohl du eigentlich müde bist?
- Fühlst du dich schnell gereizt oder dünnhäutig?
- Hast du oft das Gefühl, „nicht richtig durchatmen“ zu können?
- Seufzt du häufig oder atmest zwischendurch bewusst tief ein?
- Kann man deinen Atem hören: Beim Einatmen und/oder beim Ausatmen?
- Hast du das Gefühl, mehr Luft zu brauchen als andere?
- Ertappst du dich manchmal dabei, am Bildschirm oder Handy unbewusst den Atem anzuhalten?
- Merkst du in stressigen oder konzentrierten Situationen, dass deine Atmung flach oder hektisch wird?
- Hältst du in spannenden, unangenehmen oder fokussierten Momenten manchmal unbewusst die Luft an?
Schlaf & Regeneration
- Wachst du morgens oft müde oder wie „gerädert“ auf?
- Hast du das Gefühl, dass du dich trotz Ruhe schlecht erholst?
- Ist dein Mund nachts oder am Morgen manchmal trocken?
- Wirst du nachts des öfteren unruhig wach?
Sport und Bewegung
- Kommst du beim Sport schneller ausser Atem, als du möchtest?
- Atmest du bei Belastung häufig durch den Mund?
- Hast du das Gefühl, beim Training ständig „mehr Luft holen“ zu müssen?
- Atmest du beim Sport oder Yoga oft laut oder hörbar?
- Atmest du beim Ausatmen häufig forciert oder „stossweise“ aus?
- Fühlt sich deine Atmung beim Training schnell hektisch an?
- Fühlst du dich nach Sport manchmal eher aktiviert als reguliert?
- Kennst du das Gefühl, trotz Yoga oder Entspannung innerlich angespannt zu bleiben?
- Werden deine Beine bei Belastung (z.B. Treppensteigen) schnell müde?
Orientierung für dich
Je häufiger du innerlich mit „Ja“ geantwortet hast, desto wahrscheinlicher lohnt es sich, deine Atmung und dein Nervensystem genauer anzuschauen.
Denn:
👉 Mehr Atmung bedeutet nicht automatisch bessere Atmung.
Teil 2 - der BOLT® -Test
Der BOLT®-Test (Body Oxygen Level Test nach Patrick McKeown) gibt erste Hinweise darauf, wie ruhig und funktionell deine Atmung aktuell arbeitet.
👉 Er misst nicht, wie lange du die Luft anhalten kannst.
👉 Sondern wie schnell dein Körper wieder nach Luft verlangt.
Der Test ist kein Wettbewerb und keine Atemübung. Er ist eine ehrliche Momentaufnahme deines aktuellen Atemmusters.
So funktioniert's
-
Atme einige Atemzüge ruhig durch die Nase ein und aus.
-
Halte dir nach einer normalen Ausatmung die Nase zu und starte die Zeit.
👉 Nicht vorher tief einatmen oder extra Luft holen.
-
Stoppe die Zeit beim ersten deutlichen Impuls, wieder einzuatmen.
👉 Nicht kämpfen.
👉 Nicht bis zum maximalen Luftmangel warten.
-
Atme anschliessend ruhig weiter.
👉 Musst du danach tief Luft holen, hast du zu lange gewartet.
Auswertung
Unter 10 Sekunden
Deutliche Hinweise auf eine belastete Atmung.
10–20 Sekunden
Die Atmung wirkt häufig noch eher unruhig oder ineffizient.
20–30 Sekunden
Solide Basis mit meist ruhigerer und funktionellerer Atmung.
30–40 Sekunden
Die Atmung arbeitet oft ruhig, sanft und effizient.
Über 40 Sekunden
Hinweis auf eine meist sehr gute Atemeffizienz und Belastungstoleranz.
👉 Der BOLT®-Wert ist keine Diagnose, sondern eine Momentaufnahme deines aktuellen Atemmusters.
Und jetzt?
Der Atemcheck zeigt dir nicht, was mit dir falsch ist. Er zeigt dir, wo es sich lohnen könnte, genauer hinzuschauen.
Denn Veränderung beginnt oft nicht mit einer neuen Methode. Sondern mit dem Verstehen dessen, was bereits da ist.